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15.10.2006
SP 7 Info
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Sozialdemokratische Grundlagenarbeit
Name: Andi Gross
Funktion: National- und Europarat (Verfassungsrat von 2000-2005)
Parteizugehörigkeit: SP-Mitglied seit 1974
Sternzeichen: Löwe
Lieblingsbuch: Ich liebe viel zu viele Bücher. Um nur eines zu nennen, beschränke ich mich auf eine Autorin, die Philosophin Hannah Arendt, deren Lektüre einen sich von jedem politischen Tiefschlag erholen lässt.
Lieblingsfilm: Alle Filme des sozialkritischen schottischen Regisseurs Ken Loach und die meisten Filme von Jean-Luc Godard, weil er vor allem auch mit meiner Lieblingsschauspielerin Isabelle Huppert arbeitet.
1. Seit wann lebst du im Kreis 7?
Ich lebte von 1982 bis 1997 vor allem im Kreis 7, seither habe ich verschiedene Lebensmittelpunkte, verbringe aber mehr als die Hälfte meiner Lebenszeit im Umfeld des Europarates ausserhalb der Schweiz und schätze es, von aussen manchmal mehr zu sehen, als die, die mit der Nase zu nahe an der Scheibe sitzen.
2. Was schätzt du am Kreis 7?
Die Vielfalt in jeder Hinsicht: Die alten Zentren von Hirslanden und Hottingen, den Elephantenbach mit seiner unstädtischen Schlucht und den grossen Bäumen, wo ich mit meinen Kindern viel Zeit verbracht habe, sowie den politischen Wandel des Kreis 7 von einer bürgerlichen Hochburg zu einem Kreis, von dessen Mehrheit man nie ganz sicher ist, wo sie sich positioniert.
3. Welche Veränderungen möchtest du? (Auch Wünsche, die nicht realistisch sind!)
Ich denke, es ist sehr realistisch, zu hoffen, dass sich die SP 7 wieder vermehrt sozialdemokratischer Grundlagenarbeit zuwendet, im Quartier, aber auch über die Quartiere, die Stadt und das Land hinaus (Siehe Antwort auf Frage 5).
4. In welcher Form engagierst du dich im Quartier?
In den 1980er Jahren kämpfte ich für die Quartierdemokratie, die jetzt mit der neuen Verfassung möglich wäre; in den 1990er Jahren unterstützte ich die Erhaltung der Häuser am Kreuzplatz; im übrigen schätze ich an den Menschen im Kreis 7 und der ganzen Stadt, dass viele von ihnen sich bewusst sind, dass, wer sich in Strassburg, Moskau oder gar in New York für mehr Demokratie und weniger Unrecht und Gewalt engagiert, letztlich auch dem eigenen Quartier und der Stadt dient.
5. Was erwartest du von der SP7?
Dass sie sich wieder ihrer sozialdemokratischen Kernaufgabe zuwendet, nämlich mindestens einmal im Monat ein Ort zu sein, wo sich Mitglieder und Sympathisanten treffen können und mit einem inspirierenden Gast eine schwierige überregionale politische Frage diskutieren und wir uns so gemeinsam zu dem verhelfen, was keiner allein finden kann. Heute suchen dies wieder ganz viele: Politische Orientierung und eine Handlungsperspektive über den Tag hinaus.
6. Wo würdest Du sonst gerne wohnen? (Weltweit)
Bei mir hängt das Wohnen sehr vom Arbeiten können ab; beides würde ich am liebsten einmal an der Westküste Kanadas an pazifischen Wassern tun können, an denen ich in Japan auch geboren worden bin.
7. Der letzte erlebte Höhepunkt im Kreis 7?
Mein September-Besuch bei meinem Coiffeur am Hegibachplatz, zu dem ich seit 25 Jahren gehe und der ein eigentlicher Sozial- und Gemeinwesenarbeiter ist, der alles weiss, was in den proletarischeren Kreisen des Kreis 7 passiert und vor sich geht.
Bearbeitung: Sarah Müller
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Andreas Gross
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